Archiv der Kategorie: Model 3

Tesla Model 3 – 4000 km gefahren – und immernoch glücklich

Heute morgen habe ich die 4000 km Marke erreicht. Zeit für ein Fazit:

Das Fahrzeug überzeugt mich auch nach 4000 km noch. Bisher hatte ich bis auf einen Neustart des Bildschirms während der Fahrt keine Zwischenfälle, und auch keine Probleme.

Nun ein paar trockene Werte:

ich bin 4008 km gefahren, und habe dafür 730 kWh benötigt – also 18,2 kWh / 100km. Das wären bei einem normalen Stromtarif von ca 29ct/km also 211,70 Euro oder ca. 5,30€ / 100 km.

Glücklicherweise gibt es hier sehr viele kostenlose Ladestationen, und auch Supercharger habe ich noch kostenlos. Daher habe ich bisher lediglich für 24 € Strom gekauft, und somit nur 3ct / kWh bezahlt – 60ct / 100 km

Interessanterweise habe ich das mitgelieferte UMC bisher nicht benutzt, da ich nur an Typ2-Säulen und Supercharger laden war.

Tesla DashCam – Häufige Probleme und Lösungen

Ein sehr häufiges Problem ist bei Model 3 Nutzern derzeit, daß die Dashcam-Funktion zwar funktioniert, die Videos aber oft unbrauchbar sind. Damit alles klappt gibt es ein paar Regeln:

  1. Den USB-Stick nicht an einem USB-Hub im Fahrzeug betreiben
  2. Nur ein schneller USB-Stick ist in der Lage von 3 Kameras die Daten aufzunehmen. Bedenkt, daß hier nicht nur 4000 kb/s geschrieben werden, sondern das ganze in 3 Dateien zur selben Zeit. Also mit 12 000 kb/s. Billige Stick werden hier sehr viele fehlerhafte Dateien abliefern.
  3. Die Kameras müssen sauber gehalten werden.

Ich habe mehrere Stick probiert. einige funktionieren eine Zeit lang super, bis sie deutlich voller werden, andere fast überhaupt nicht.

Meine Empfehlung, wer die Aufnahmen wirklich nutzen möchte:

SanDisk Extreme Portable SSD 500GB (Externe SSD 2.5 Zoll, bis zu 550 MB/s Lesegeschwindigkeit, wasserdicht und staubdicht)

Sogar partitioniert mit Musikdaten sind die Aufnahmen absolut einwandfrei. Sämtliche andere Stick haben bei mir auf Dauer versagt.

 

 

Tesla – Wagenheber-Auflage selber bauen

Der Winter ist vorbei. Zeit für Reifenwechsel.

Ein Tesla ist fast Wartungsfrei. Ich selbst habe aber beim Versuch einen Reifenwechsel durchführen zu lassen in unserer örtlichen Werkstatt gesagt bekommen „Wir machen kein Elektro“. Das ist gerade beim Reifenwechsel natürlich Blödsinn, und es muss gar nicht so viel beachtet werden. Und ja, ich mache Reifenwechsel wirklich gelegentlich selbst. Weil ich genug Platz hier zum lagern habe, und die Reifen dann nicht im Auto herumfahren möchte, um mir dann anzuhören „Wir machen kein Elektro“.

Das wichtigste:

Teslas dürfen nur an festgelegten Auflagepunkten angehoben werden. Dies ist im Handbuch beschrieben. Das anheben an den Rot markieren Stellen kann zu ernsthaften Fahrzeugschäden führen. Besonders wenn die Batterie dabei beschädigt wird.

Foto:Tesla.com

Zum korrekten anheben des Fahrzeugs werden daher Adapter benötigt. Diese sind z.B. bei Amazon erhältlich:

Da für das Anheben mit einer Hebebühne 4 Stück benötigt werden, lohnt sich hier ein Eigenbau. Gerade wenn der Reifenwechsel in einer freien Werkstatt stattfinden soll ist nicht damit zu rechnen, dass dort entsprechende Adapter vorhanden sind. Der Lochdurchmesser beträgt 26mm

Zum Eigenbau wird benötigt:

4 Hockey Pucks

4 Möbelfüsse 26mm

4 Schrauben, ca 1,2 cm lang

Damit ist es problemlos möglich 4 Wagenheberadapter für 20 Euro selbst herzustellen.

 

Tesla Model 3 – In Deutschland verfügbare Varianten

Das Tesla Model 3 ist bereits großflächig ausgeliefert. Während zwischen Februar und April lediglich die Varianten Long Range AWD und Performance geliefert wurden sind nun neue Varianten dazugekommen, die teilweise aber nur telefonisch bestellt werden können.

Zur Wahl stehen:

Modelle im Internet bestellbar

Performance

Die Performance-Variante bietet eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 3,4 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 261 km/h. Mit dabei sind hier 20 Zoll Felgen und der Heckspoiler. Technisch ist das Modell ansonsten identisch mit dem LongRange AWD und bietet mit dem verbauten 75 kWh Akku eine Reichweite von bis zu 530 km. Startpreis: 64.600 €. Lieferzeit 4-6 Wochen

Maximale Reichweite = Long Range All Wheel Drive ( LRAWD)

Wie der Name schon sagt: Maximale Reichweite. Also bis zu 560 km bei einer Höchstgeschwindigkeit von 233 km/h und 0-100 km/h in 4,6s. Zusätzlich bietet dieses Modell die volle Premium-Ausstattung. Startpreis: 54.800 €. Lieferzeit 4-6 Wochen

Standard Reichweite Plus

Die Reichweite hier beträgt immer noch für viele ausreichende 415 km, hat Hinterradantrieb und eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Die Innenausstattung ist einfacher gehalten als bei den anderen Versionen. Startpreis hier 44.500 €. Lieferzeit 6-12 Wochen

Modelle telefonisch bestellbar

Long Range RWD – Langstreckenversion mit Hinterradantrieb

Leider hat Tesla die Reichweitendaten noch nicht veröffentlicht. Es wird eine Reichweite von ca 550 km erwartet, und eine Beschleunigung von ca. 5,4 s von 0-100 km/h. Der Preis beträgt 49.900 €, und bietet den Premium-Innenraum.  Die erste Lieferung wird hier im Juli 2019 erwartet. Die Bestellung soll aber nur bis Ende April 2019 möglich sein.

Standard Range (Low Budget)

Hinterradantrieb, 360 km Reichweite und ein Standard-Innenraum ohne viele Extras und einfacher Autopilot reichen Dir? Dann ist das die perfekte Variante. Für lediglich 42.000€ und der Möglichkeit auf die Reichweite der Plus-Variante aufzustocken, ist das eine sehr gute Wahl. Leider gibt es keine aktuelle Angabe, wann diese Variante auch geliefert wird.

 

 

Endlich – Tesla Model 3 Standard Range in Europa bestellbar (Update 13.4.2019)

Darauf haben vermutlich viele gewartet.  Die Modellversion Standard-Reichweite PLUS mit Hinterradantrieb ist seit heute (12.04.2019) bestellbar.  Damit ist das günstigste Model 3 mit immerhin 415km Reichweite und 225km/h Spitzengeschwindigkeit nun für deutlich mehr Autofahrer „bezahlbar“. Abzüglich Umweltprämie (2000 Euro nach Antrag bei BAFA) kostet das Fahrzeug inclusive Autopilot und Premium- Innenraum nun 43480 Euro.

Eine Angabe des Liefertermins gibt es derzeit von Tesla nicht. Allgemein gehe ich von einer Lieferung im Juni aus.

Auch zwei weitere Versionen ist nun bestellbar, jedoch NUR telefonisch unter 089-550520217: LongRange mit Hinterradantrieb zum Preis von 49700 Euro und die Standard Range ohne „Plus“ zum Preis von 43480 Euro. Diese hat die selbe Batterie wie das Standard Plus Modell aber eine Softwareseitig auf 360km reduzierte Reichweite sowie keine Premium connectivität. Ein Upgrade von Standard auf Standard Plus wird nachträglich möglich sein.Bildschirmfoto 2019-04-12 um 08.09.02

Ladetarife für öffentliches Laden

Wer Tesla fährt, kommt schnell auf die Idee sich mit Ladekarten einzudecken. Ich habe nun mit dem Model 3 die erste 2000 km  genossen, und dabei 366 kWh „verbraucht“.

Laden hat sich bei mir wie folgt verteilt:

82 kWh am Supercharger (kostenlos)

40 kWh öffentliche Ladestationen (7,40 €)

214 kWh an öffentlichen kostenlosen Ladestationen

30 kWh zu Hause (8,70€)

 

Das laden hat überall problemlos geklappt.  Ich wäre bisher tatsächlich ohne Ladekarte überall hingekommen, und wäre nicht wirklich auf das Laden damit angewiesen gewesen.

folgende Ladekarten benutze ich derzeit:

Maingau „Einfachstromladen“.  Ich bin Kunde bei Maingau, daher generell 15ct/kWh.

EnBW mit ADAC-Tarif: Generell AC 29ct/kWh, DC für 39ct/kWh.

Die Karte der Telekom habe ich nach der Preiserhöhung aussortiert. 89ct/kWh sind einfach Abzocke. Auch die NewMotion Karte habe nur als absolute Notfallkarte, da hier die Kosten auch extrem hoch sein können. Auch den hier recht verbreiteten Tarif von e-laden.info finde ich viel zu hoch angesetzt.

Hier die aktuelle Kostenübersicht, was das nachladen je nach Karte kostet:

 

ladekosten

Tesla ändert Typ2 – Ladekabel

Aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit von Ladekabeln mit einer Länge von 7,5 m hat Tesla nun eine Änderung vorgenommen:

Bildschirmfoto 2019-04-02 um 10.30.21

Quelle: Tesla.com

War zuvor ein 7,5m langes Kabel im Lieferumfang ist nun nur noch ein Ladekabel nicht näher spezifizierter Länge dabei. Nach telefonischer Auskunft beträgt die Lieferzeit derzeit mehrere Monate.

bildschirmfoto 2019-01-27 um 09.56.01

Ursache sollen laut mehreren Mitarbeitern Lieferschwierigkeiten des Kabelherstellers Mennekes sein.

Wer auf ein längeres Kabel angewiesen ist, sollte dabei darauf achten, daß dieses 3-Phasig ist und mindestens 20A bietet. Mit den nun gelieferten „4m-Kabeln“ ist es an vielen Ladestationen kaum möglich zu laden.

Umweltbonus – Antrag richtig stellen

Bei der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs wie dem Tesla Model 3 kann auch der Umweltbonus beantragt werden. Dies ist für Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine möglich.

Förderfähig ist der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes, im Einzelnen ein reines Batterieelektrofahrzeug, von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (Plug-In Hybrid) oder Brennstoffzellenfahrzeug soweit diese mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B im Inland geführt werden dürfen. Ebenso förderfähig sind Fahrzeuge, gleich welchen Antriebs, die keine oder weniger als 50 g CO2-Emissionen pro km vorweisen.

Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge befinden.

Zusätzlich muss der Fahrzeughersteller dem Kunden einen Nachlass von 2000 Euro (netto) gewähren. Erst dann ist man berechtigt die Förderung von 2000 Euro beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu erhalten. Der Bundesanteil am Umweltbonus beträgt für ein reines Batterieelektrofahrzeug beziehungsweise ein Brennstoffzellenfahrzeug (keine lokale CO2-Emission) 2.000 Euro und für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug (weniger als 50 g CO2-Emission pro km) 1.500 Euro.

Tesla kann hier übrigens nicht „Schummeln“, und in Deutschland vorher einfach 2000 Euro aufschlagen. Die Bestimmungen sagen, daß Tesla in keinem anderen EU-Land einen niedrigeren Nettopreis VOR Abzug des Rabatts haben darf.

Mit der Bestellbestätigung – Auch Fahrzeugkaufvertrag genannt – kann der Antrag auf

https://fms.bafa.de/BafaFrame/umweltbonus

gestellt werden. Der geforderte Netto-Kaufpreis ist der Preis des Basismodells abzgl Eigenanteil. Also das, was in der Zeile „Langstreckenversion mit Allradantrieb“ der Auftragsbestätigung steht. Abzüglich der 2000 Euro Umweltbonus. Das sollte bei allen, die nicht die Performance-Variante gewählt haben 46555 Euro sein. Entgegen Presseaussagen der letzten Wochen ist auch die Performance-Variante voll förderfähig.

Dieses Formular ist die Erste Stufe. Hier ist dann auch die Bestellbestätigung hochzuladen.

bildschirmfoto 2019-01-22 um 20.10.23

Mit Erhalt des Fahrzeugs muss dann die Stufe 2 des Antrags erledigt werden.

Einige Wochen nach dem Antrag folgt der Zuwendungsbescheid. Ist dieser da, und die Zulassung erledigt, kann mit dem 2. Schritt fortgefahren werden.

Dazu muss auf https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html die elektronische Verwendungsnachweisbestätigung ausgefüllt werden.

Der Login erfolgt über die EMO – Nummer (ohne EMO davor) und die Postleitzahl.

Nach vervollständigen von Fahrgestellnummer und Bankverbindung muss dann noch die Abschlussrechnung und die Zulassungsbescheinigung 1+2 hochgeladen werden. Danach kommt ein Formular per Mail, das dann unterschrieben ebenfalls hochgeladen werden muss.

Hat alles geklappt wird in einigen Wochen die Förderung ausbezahlt.

 

Original Zubehör Tesla Model 3

Häufig kommt die Frage auf, welches Zubehör es gibt, und wo man es bestellen kann..

Der von Tesla für Februar angekündigte EU-Shop ist noch nicht online, und die Bestellung im US-Shop nur sehr umständlich möglich. Folgendes Zubehör ist aber bei Eurem ServiceCenter per Mail bestellbar:

  • Zusätzliche Schlüsselkarte – Wer mit den mitgelieferten Karten nicht auskommt, kann weitere Schlüsselkarten zum Preis von derzeit 26€ / Stück bestellen.
  • Aero Wheel Cap Kit – Das Original Kit ist bei Tesla zum Preis von 50€ bestellbar. Alternativ lassen sich auch einfache Teile bei Amazon bestellen.
  • Tesla Wall Connector – Die Ladestation für zu Hause ist zum Preis von 530 Euro bestellbar
  • 3-phasiger UMC : Zum Preis von ca. 750 € kann der alte UMC, wie er früher bei Model X und S geliefert wurde bestellt werden.Heir bietet es sich jedoch eher an, etwas alternatives zu bestellen. Die möglichkeiten sind damit einfach größer.

 

 

 

 

Checkliste für die Fahrzeugübernahme

Das Model 3 ist auf dem Weg. Den Spruch kennt jeder, der bereits Stunden in der Hotline zugebracht hat, um ein paar letzte Fragen zur Auslieferung zu klären. Die Abholung kommt plötzlich. Daher macht es Sinn bereits einige Tage vorher Dinge wie Versicherung, Kennzeichenreservierung und Kennzeichenbestellung   zu machen, und vielleicht auch etwas Zubehör zu bestellen. Auch eine Ladekarte kann man bereits jetzt schon bestellen.

Nun ist er da, der Tag der Abholung. Du hast alles erledigt

  • Zahlung nach Rechnungseingang erfolgt
  • Im SeC angerufen, ob das Fahrzeug wirklich da ist
  • Zulassung ist erfolgt
  • Kennzeichen eingepackt
  • Führerschein und Fahrzeugpapiere gerichtet

Dann geht es los.

Doch das Fahrzeug hatte eine sehr lange Reise hinter sich. Da kommt es gar nicht so selten zu Transportschäden, oder auch Zubehör wurde vergessen. Vor Übernahme des Fahrzeugs sollte er daher von euch einmal kurz aber intensiv geprüft werden. Gerade Lackschäden, oder fehlendes Zubehör kann später nicht mehr erfolgreich reklamiert werden. Der „Schaden“ kann dann schnell bei mehreren tausend Euro liegen.

Eine Hilfe für Euch ist daher diese Checkliste:

Tesla Checkliste Auslieferung

Bitte auf diese Seite verweisen, falls ihr sie weitergeben möchtet.

Einen Versicherungsvergleich findet ihr hier. Wenn ihr eine Versicherung sucht, die unabhängig von Schadenfreiheitsklassen, Nutzern und Kilometern ist bietet sich emover24.com an.

Alternative zum Tesla Model 3 Wheel Cap Kit

Die günstigste Felgenvariante beim Tesla Model 3 sind die 18 Zoll felgen. Diese sind mit einer Aerodynamischen Plastikabdeckung verkleidet. Darunter befindet sich eine ganz schicke Alufelge, welche allerdings weder eine Nabenabdeckung in der Mitte, noch Abdeckungen für die Schrauben besitzt.

Bei Tesla ist das Wheel Cap Kit zum Preis von 65$ erhältlich. Günstiger, und dennoch Schick sind folgende Komponenten:

Radmutterkappen 21mm – 20 Stück

sowie

Nabenabdeckungen 58 mm

Die Qualität ist trotz der Ersparnis von ca 60% einwandfrei.

Wer es richtig schick möchte greift zu diesem Produkt: https://amzn.to/2FayWZG, wobei ich aber davon ausgehe, daß diese in Deutschland eher nicht zulässig sind.

wheel

Wallbox als Eigenbau

Wallboxen können sehr teuer sein. Je nach Ausstattung kann die Steckdose fürs Auto mehrere tausend Euro kosten, besonders wenn Abrechnungsfunktionen hinzukommen.

Wer keine besonderen Funktionen benötigt kann für wenige Euro eine Ladestation selbst bauen. Dabei sollte aber beachtet werden, daß diese von einem Elektriker angeschlossen werden sollte. Daher sollte mit diesem auch vorab besprochen werden, ob er dies bei einem Eigenbau überhaupt macht. Meiner hatte damit keine Probleme.

Benötigt wird eigentlich nicht viel:

  1. Steuerung: Ich habe bisher immer die Simple EVSE benutzt. Diese hat beim letztjährigen ADAC-Test nicht so gut abgeschnitten, da zum damaligen Zeitpunkt ein geprüfter Testfall nicht implementiert war. Neue Versionen erfüllen das Protokoll vollständig. Link
  2. Ihr müsst entscheiden, ob ihr eine Steckdose oder ein Ladekabel wie beim Tesla Wall Connector haben möchtet. Eine Steckdose wie diese kann super unauffällig angebracht werden, und die Elektronik komplett im Schaltschrank verschwinden. Es muss eine Typ2 Dose „weiblich“ sein. In diese passt dann das von Tesla mitgelieferte Typ 2 Kabel. Wenn ein Kabel mit Stecker benutzt wird unbedingt darauf achten 3-Phasig zu nehmen. Es werden auch viele 1-phasige angeboten.
  3. Schütz und FI-Typ B : Ein FI vom Typ B oder ersatzweise A EV ist bei allen Installationen notwendig, und auch beim Tesla Wall Connector nicht mitgeliefert.

 

Kosten eines Eigenbaus:

  1. Steuerung        80 Euro
  2. Steckdose       120 Euro
  3. Schütz               20 Euro
  4. Gehäuse.           30 Euro

Den FI rechne ich hier mal nicht direkt mit, da er auch beim Kauf der meisten anderen Wallboxen gekauft werden muss.

Der Zeitaufwand zum Zusammenbau der Komponenten beträgt ca 1 Stunde. Viel Falsch machen kann man eigentlich nicht, und bei der Simple EVSE ist eine sehr gut bebilderte Anleitung dabei. Zum Anschluss sollte je nach Umgebungsbedingenen mindesten 4qmm Kabel benutzt werden. Hier am besten vom Elektriker beraten lassen. Die einfachen Wallboxen bei Ebay sind übrigens oft mit dieser Steuerung aufgebaut.

Wörterbuch für Tesla-Fahrer

Wer neu mit dem Thema Elektromobilität zu tun hat, trifft oft auf neue Fachbegriffe.
Hier sollen einmal die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen aufgelistet und erklärt werden.

18650-Zellen

Bezeichnung für Lithium-Ionen-Akkumulator-Rundzellen in einem standardisierten Format (18 mm Durchmesser, 65 mm Länge). Diese sind weit verbreitet und werden beispielsweise für Laptops, Akkuwerkzeuge (Powertools) oder USB-Powerbanks eingesetzt. Aber auch als Batterie für einige Elektrofahrzeuge werden hunderte 18650-Zellen zusammengeschaltet (z.B. in Tesla Model S und X). Tesla Model 3 benutzt 2170er Zellen.

1C

Lade- bzw. Entladerate eines Akkus, ausgedrückt in einmal der Kapazität (2C entspricht zweimal der Kapazität usw.). Beispiel: Ein Akkumulator mit 200 Ah wird bei einer Laderate von 2C mit 400 A geladen oder bei einer Entladerate von C/10 mit 20 A entladen. Die Schreibweise ist auch übertragbar auf Energieinhalt und Leistung: Der Akku des Tesla Model 3 mit 75 kWh wird bei einer Laderate von 0,15C mit 11 kW geladen

2170 oder 21700 Zellen

Bezeichnung für Lithium-Ionen-Akkumulator-Rundzellen in einem standardisierten Format (21 mm Durchmesser, 70 mm Länge). Diese wurden von Tesla und Panasonic speziell zum Einsatz für Teslas Elektroauto Model 3 entwickelt.

A (Ampere)

Ampere, Maßeinheit für die elektrische Stromstärke.Also quasi für die Strommenge, die fließt. Ein Fluss kann aus viel Wasser bestehen oder auch aus wenig, genauso verhält es sich mit einem Fluss aus Strom. Die Stromstärke lässt sich berechnen, indem man die Leistung durch die Spannung dividiert, das heißt: Ampere = Watt/Volt

AC

alternating current, Wechselstrom. Die Polarität und damit die Flussrichtung des Stroms wechselt permanent. Unser Stromnetz liefert beispielsweise Wechselstrom mit 50 Hz. Wenn es sich hierbei um dreiphasigen Wechselstrom (Dreiphasenwechselstrom) handelt, ist auch häufig von Drehstrom die Rede.</

Ah

Amperestunden, Maßeinheit für die Kapazität eines Akkumulators. Bei Elektrofahrzeugen wird üblicherweise stattdessen die im Akku speicherbare Energie(menge) in kWh angegeben, da diese verschiedene Fahrzeugmodelle direkt vergleichbar macht.

Balancing

Ausgleichsladung zwischen den einzelnen Zellen eines Akkus, damit die gesamte Kapazität genutzt werden kann, durchgeführt vom Batteriemanagementsystem.

Batteriemanagementsystem (BMS)

Elektronische Schaltung, die die einzelnen Zellen eines Akkus ständig überwacht (z.B. Spannung und Temperatur) und dafür sorgt, dass diese mit optimalen Ladeströmen versorgt werden, um eine möglichst lange Akku-Lebensdauer zu gewährleisten. Schützt die Zellen unter anderem vor Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und Überhitzung.

BEV

battery electric vehicle, reines Elektroaut

BYD

Chinesischer Autohersteller, bekannt unter anderem für seine Elektrobusse, die weltweit verkauft werden.

CAN-Bus

Controller Area Network. Serielles Bussystem („Feldbus“) zur Vernetzung von Steuergeräten in Automobilen

CCS

Combined Charging System („kombiniertes Ladesystem“), EU-Standard für bis zu 350 kW DC-Schnellladung mit Combo2-Stecker, der auf dem Typ2-Stecker basiert. Aktuell liefern die meisten CCS-Ladesäulen eine Leistung von 50 kW. 
Die fahrzeugseitige CCS-Buchse ist in der Lage, sowohl einen Typ2-Stecker für die AC-Ladung als auch einen Combo2-Stecker für die DC-Ladung aufzunehmen.

CEE

Bezeichnung für verschiedene spritzwassergeschützte und robuste Steckersysteme für Wechselstrom und Drehstrom nach IEC 60309. Einphasige (dreipolige) Ausführungen besitzen stets ein blaues Gehäuse, dreiphasige (fünfpolige) ein rotes. Die gebräuchlichsten Typen sind der einphasige CEE16 blau („Campingstecker“ / „Caravanstecker“) und die dreiphasigen CEE16 rot und CEE32 rot („Drehstromstecker“ / „Starkstromstecker“). Daneben gibt es noch CEE32 blau sowie CEE63 rot. Die Zahl hinter dem CEE gibt hierbei die zulässige Stromstärke in Ampere an.

DC

direct current, Gleichstrom. Die Polarität und damit die Flussrichtung des Stroms bleibt stets gleich. Batterien und Akkumulatoren liefern beispielsweise Gleichstrom.

Destination-Charger

Eine Lademöglichkeit an einem Ort, an dem man sich sowieso länger aufhält, z.B. Kino, Restaurant, Hotel, Einkaufszentrum etc. Man hat also etwas zu tun und lädt währenddessen das E-Auto auf.

Drehstrom

Dreiphasiger Wechselstrom, auch Dreiphasenwechselstrom genannt. Hierbei führen drei Leiter, sogenannte „Phasen“, drei zueinander um eine Drittelperiode (120°) verschobene Wechselströme. Umgangssprachlich oftmals fälschlicherweise als „Starkstrom“ oder „Kraftstrom“ bezeichnet.

E-Kennzeichen

Kennzeichen, das nur Elektrofahrzeuge erhalten, um damit Sonderrechte im Strassenverkehr nutzen zu können.

Entladetiefe

Entladestand des Akkus in Prozent (z.B. Entladetiefe 80 % = 20 % geladen).

Erde, Erdung

Bezeichnet Maßnahmen und Mittel zur Ableitung von elektrischen Strömen in den Erdboden, beispielsweise zur Vermeidung gefährlicher Berührspannungen an fehlerhaften elektrischen Geräten.

EVSE

electric vehicle supply equipment, Bezeichnung für Ladekontrollelektronik, wie sie z.B. in einem Tesla Mobile Connector oder in einer Wallbox verbaut ist.

Fehlerstrom-Schutzschalter

Verhindert Fehlerströme gegen Erde und damit lebensgefährliche Stromschläge. Auch bezeichnet FI-Schalter (hierbei steht das F für Fehler und das I ist Formelzeichen des elektrischen Stroms). Bei der Ladung von Elektrofahrzeugen sind bestimmte Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen vorgeschrieben.

Frunk

Bezeichnung für einen Kofferraum vorne bei einigen Elektrofahrzeugen, beispielsweise von Tesla. Setzt sich zusammen aus den englischen Begriffen front (Vorderseite) und trunk (Kofferraum)

Gigafactory

Eine Fabrik des Autoherstellers Tesla im US-Bundesstaat Nevada, wo in Kooperation mit Panasonic unter anderem Lithium-Ionen-Akkumulatoren hergestellt werden

Hochvolt (HV)

Bezeichnung für Systeme mit Gleichspannungen über 60 V, wie es üblicherweise bei den Akkus von Elektrofahrzeugen der Fall ist. Zum Arbeiten an Hochvolt-Systemen müssen Fachkräfte speziell geschult sein

kW

Kilowatt, Maßeinheit für die elektrische Leistung. Die elektrische Leistung ergibt sich aus Volt, also dem Druck, und Ampere, also der Menge, zusammen. Auf Elektrogeräten ist in Watt die maximale Leistung angegeben. Beim Fahrzeug wird die Ladeleistung in kw angegeben. 1 kW sind 1000 Watt. Beispiel: Lädt man den Akku 6 Stunden mit 11 kw werden 66 kWh geladen.

kWh

Kilowattstunde, Maßeinheit für die elektrische Arbeit / Energie. In Kilowattstunden wird unser Stromverbrauch angegeben. Sie zeigen an, wie viel Kilowatt, also wie viel elektrische Leistung, wir pro Stunde verbrauchen.

Ladekarte

Karte, mit der man öffentliche Ladestationen freischalten kann.

Leitungsschutzschalter (LS)

Eine Überstromschutzeinrichtung in der Elektroinstallation zum Schutz der Leitungen vor Erwärmung. Umgangssprachlich Sicherung oder Sicherungsautomat genannt.

Mennekes-Stecker

Typ2-Stecker

OCPP

Open Charge Point Protocol, universelles (herstellerunabhängiges) Protokoll zur Kommunikation zwischen Elektroauto-Ladestationen und diversen Verrechnungs- und Management-Systemen von Ladeinfrastrukturen.

Rekuperation

„Rückgewinnung von Bremsenergie“, d.h. Umwandlung von Bewegungsenergie in elektrische Energie beim Verzögern eines Elektrofahrzeugs. Der Elektromotor arbeitet hierbei als Generator / Dynamo und lädt den Akku auf.

Schildkrötenmodus

Kurz bevor die Akkuladung zur Neige geht, drosseln viele Elektrofahrzeuge die abrufbare Antriebsleistung, sodass nur noch ganz langsam gefahren werden kann. Dies wird oftmals als Schildkrötenmodus bezeichnet

Schnarchladung

Bezeichnet die einphasige AC Ladung mit maximal 16 Ampere (also bis zu 3,7 kW),ä. Es gibt allerdings Elektrofahrzeuge, die auch an AC-Ladestationen mit höherer Leistung als 3,7 kW nicht schneller laden können (z.B. VW e-Up!).

Schnellladung

Begriff ist nicht eindeutig definiert. Teslafahrer meinen damit laden am Supercharger oder mit CCS.

SeC

Damit ist das Servicecenter gemeint.

Segeln

Bezeichnet das „Ausrollenlassen“ eines Elektrofahrzeugs.

SOC

state of charge, Ladestand eines Akkus in Prozent. Wird bei einem Elektroauto üblicherweise im Bordcomputer angezeigt

SOH

state of health, Zustand eines Akkus, drückt in Prozent die Abweichung von der Spezifikation bzw. dem Anfangszustand aus, sodass die mit der Zeit abnehmende Kapazität des Akkus angegeben werden kann.

Supercharger

Schnellladenetz von Tesla mit üblicherweise sechs bis mehreren dutzend Schnellladesäulen pro Standort. Über einen modifizierten Typ2-Stecker (mit anderem Kommunikationsprotokoll) oder CCS wird mit Ladeleistungen bis 135 kW geladen.

TCO

Total Cost of Ownership, Gesamtbetriebskosten. Beschreibt alle anfallenden Kosten für Investitionsgüter (z.B. Auto) und enthält neben den Anschaffungskosten sämtliche Aspekte der späteren Nutzung (beim Auto z.B. Sprit-/Stromkosten, Steuern, Versicherung, Wartung, Reparatur usw.)

Triple-Charger

Eine Schnellladesäule mit drei Ladesteckern.

Typ1

Ladestecker für die einphasige Ladung mit bis zu 7,4kW(1 × 32 A). Wird vor allem an AC-Ladesäulen in Ländern mit einphasigem Stromnetz verwendet (z.B. USA). 
Elektrofahrzeuge mit Typ1-Ladebuchse (z.B. Kia Soul EV) benötigen in Europa lediglich ein „Adapterkabel“ von Typ1 auf Typ2 zur Ladung an den hier üblichen Typ2-Ladesäulen.

Typ2

Ladestecker für die einphasige bis dreiphasige Ladung mit bis zu 43kW(3 × 63 A). EU-Standard für die Ladung mit Wechselstrom bzw. Drehstrom. Größte Verbreitung haben hierzulande Typ2-Ladesäulen mit einer Leistung von 22kW(3 × 32 A) oder 11kW(3 × 16 A).

Typ3

Ladestecker für die einphasige bis dreiphasige Ladung mit bis zu 22kW(3 × 32 A). Der Typ3-Stecker unterscheidet sich vom Typ2 Stecker durch seine berührungssicheren Kontakte und ist vor allem in Frankreich verbreitet, wird aber mehr und mehr vom Typ2-Steckersystem verdrängt (EU-Standard).

V

Volt, Maßeinheit für die elektrische Spannung.

W

Watt, Maßeinheit für die elektrische Leistung.

Wallbox

Eine Wandladestation für Elektrofahrzeuge zum Laden mit Wechselstrom bzw. Drehstrom. z.B. Tesla Wall Connector

Wh

Wattstunde, Maßeinheit für die elektrische Arbeit / Energie.