Roadtrip an den Gardasee mit Tesla Model 3

Unser Pfingsturlaub war lange vor der Auslieferung des Tesla Model 3 gebucht. Als Familie mit 3 Kindern haben wir eigentlich auch einen VW T5 – Diesel. Ein bequemes Reisegefährt. Model 3 bietet jedoch nicht weniger Komfort. Dazu viel Laufruhe, und man kann sich mit den Kindern besser unterhalten, da diese nicht so weit weg sitzen.

Unsere Fahrt begann in Karlsruhe. Ich habe hierzu erstmalig auf 100% geladen – nur zur Sicherheit. Abfahrt  war Samstag, 15.Juni um 2:30. Alle 3 Kinder ( 11, 8 und 5 Jahre ) haben es sich auf der Rückbank zum weiterschlafen bequem gemacht. Da dies ein Hauptreisewochenende in den Pfingstferien war, wollten wir möglichst früh Brennero erreichen.

Unser erster Halt sollte nach 149km der Supercharger in Ulm Seligenweiler sein. Dieser einfach nur, um einen Kaffee zu holen. Rechnerisch notwendig wäre er eigentlich nicht gewesen. Seligenweiler erreichten wir um 3:40. Ich konnte fast die gesamte Strecke mit Autopilot durchfahren, außer an stellen, an denen es möglich war mehr als 150 km/h zu fahren. Leider war um den supercharger nicht möglich dort einen Kaffee zu bekommen, da die Raststätte erst um 6 Uhr wieder öffnet. Um zur Esso-Tankstelle in der Nähe zu laufen war mir der Weg allerdings zu weit. Auf die Toilette kann man nachts dort übrigens im Hotel neben dem Supercharger. Bis alle wieder im Auto auf ihren Plätzen waren hatte ich dann 20 Minuten geladen und lag bei 92% SOC.

Auf der weiteren Fahrt über die A8 Richtung Brennero nahm der Verkehr nun stetig zu. Autopilot war weitgehend problemlos möglich, so daß es sehr entspannt weiterging. Weitere 274 km waren somit kein Problem so daß wir den supercharger mit 21% SOC erreichen konnten. Hier gab es erstmal Frühstück. Preislich absolut TOP, Kaffee für 2€ und frische Croissants für 1,60€. Nach einer gemütlichen, doch etwas ausgedehnteren Pause konnten wir mit 95% unsere Fahrt fortsetzen. Die länge der Pause war nicht durch das laden bestimmt, sondern durch das anstehen im Shop, das Frühstück usw. Da musste eher das Fahrzeug auf uns warten.

Es folgte die letzte Etappe bis zu unserer Unterkunft – Weitere 233 km welche wir durch die ewigen Bergabstrecken mit minimalem Stromverbrauch erledigten. Bei Ankunft hatten wir noch eine Restreichweite von 200 km.

Jetzt kam das erste „Ladeproblem“. Das gemietete Ferienhaus hatte einen Stromanschluss, der nur den Bezug von 3 kW – ja richtig gelesen – 3000W für das gesamte Haus erlaubte. Bei Überschreitung wurde spätestens nach 45 Minuten der Hausanschluss abgeschaltet, und zeigte eine Überlastmeldung an. Laden war daher nur möglich, wenn keine anderen Verbraucher wie Klimaanlage, Backofen oder Kaffeemaschiene liefen.

Es hat also alles geklappt. Leider hat auf dem Parkplatz des Famila – Einkaufcenter in Lonato del Garda eine Italienerin beim aussteigen aus ihrem Fahrzeug 3 mal Ihre tür gegen meine Beifahrertür gehauen, und dabei mit ihrem weißen Opel Meriva eine Delle und einen Lackschaden hinterlassen. Sentry hat das aufgezeichnet, so daß ich das Kennzeichen der Frau habe, und auch das Video zeigt, wie sie den Schaden begutachtet, und sich umschaut, ob es jemand gesehen hat. Ich versuche nun herauszufinden, wer das war, und die Versicherung zu belangen. Es war übrigens das erste mal, daß eine Aufnahme des Sentry bei mir brauchbar war. Den Teil, auf dem man das Kennzeichen sieht, und da wo man die Person Frau beim aussteigen sieht habe ich mal weggelassen. Falls dennoch jemand weis, wer das ist, freue ich mich über eine Nachricht. Ich versuche jetzt mal mein Glück deren Versicherung zu kontaktieren.

Die Rückreise war übrigens ebenfalls unspektakulär und ohne Zwischenfälle. Wir hatten noch einen Stop im Legoland gemacht. Da wäre laden toll gewesen, doch leider waren die 2 einzigen Ladeplätze von PlugIn Hybriden den kompletten Tag blockiert. Daher plädiere ich immer mehr für Strafgebühren wenn man gerade an solchen Plätzen das Fahrzeug nicht entfernt wenn es vol ist. Das sollten mindestens 25€ / Stunde sein.

Der Gesamtverbrauch für die Tour incl. Fahrten vor Ort: 310 kWh für 1872 gefahrene km. Bezahlt für Strom habe ich durch die inkludierte Superchargernutzung nichts.

 

5 Gedanken zu „Roadtrip an den Gardasee mit Tesla Model 3

  1. Christoph

    Danke für den schönen Bericht! Welche Strecke bist du von Ulm zum Brenner gefahren? 274 km passen laut Google gut zum Fernpass, aber nicht zur A8.

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  2. Christian

    Schon witzig: wir haben 3 Kinder (10, 8, und 5), wohnen in Walldorf (also nicht so weit weg von Euch), und wir sind mit dem Model 3 zum Glamping in die Nähe von Venedig gefahren. Auch bei uns übrigens alles ohne Probleme.

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    1. M@rcusSchumacher.de Autor

      Wir waren die letzten Jahre oft in Cavallino bei Venedig. Nächstes Jahr wieder. Auf den Campingplätzen gibt es teilweise ja sogar Tesla Destination Charger. Seid ihr auch Brenner gefahren, oder über Schweiz?

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