Elektroauto Kostenlos laden – geht das wirklich ?

Was viele Verbrennerfahrer immer wieder verwundert ist die Möglichkeit ein Elektroauto kostenlos beim einkaufen zu laden. Diese Möglichkeit ist immer verbreiteter, und man kann mit geschickter Planung tatsächlich durch ganz Deutschland kommen und an kostenlosen Ladern laden.

Hier ist jedoch einiges zu beachten:

  1. Die richtige Ladegeschwindigkeit:
    • Es gibt einige kostenlose AC-Lader (also Wechselstromlader) die zwar „bis zu 43kW“ liefern – diese kann aber fast kein Fahrzeug nutzen. Ein Tesla Model 3 schafft hier 11 kW, ein eGolf gerade mal 7,4 kW. Hier zu laden ist also nur dann sinnvoll, wenn man eben ohnehin dort gerade steht, aber sicher nicht auf langen Strecken.
    • Kaufland, Lidl, Aldi und IKEA haben an vielen Standorten kostenlose Schnelllader. Bei Aldi gibt es neue Säulen, die bis zu 150 kW Leistung bieten, und bis zu 2 Fahrzeuge Gleichzeitig laden können. Ikea hat hier lediglich 20 kW Säulen. Auch an den ganz neu errichteten Standorten z.B. in Karlsruhe.
  2. Die richtige Uhrzeit:
    • Die kostenlosen Ladestationen der Discounter sind normalerweise nur während der Öffnungszeiten aktiv.
    • Die Ladung wird aber bei Ladenschluss im Regelfall nicht einfach beendet, sondern läuft weiter bis der Ladevorgang beendet ist.
    • Bei Aldi, Kaufland und LIDL ist die Ladezeit auf 60 Minuten begrenzt. Dann ist aber das Fahrzeug am 50kW – Lader in der Regel ohnehin ziemlich voll.
    • Bei der Streckenplanung macht es Sinn die Zeiten 16-18 Uhr zu meiden. Hier laden viele auf dem Heimweg von er Arbeit, und entsprechend ist es da eher Glück, wenn man einen freien Ladeplatz findet.
  3. Der richtige Tag:
    • Unter der Woche ist es normalerweise einfacher eine freie Ladestation zu finden als am Wochenende.
    • An Feiertagen, die keine Sonntage sind, funktionieren die Ladestationen der Discounter eigentlich immer, obwohl der Laden geschlossen ist
  4. Die richtige Ausrüstung:
    • Du solltest immer eine RFID-Karte haben, die KEINE gültige Ladekarte ist. Also so Plankokarten von Amazon z.B. oder auch einfach von der Waschanlage o.ä. Denn es gibt Ladestationen, die man mit einer Karte freischalten muss. Und da gibt es welche, die schalten mit einer beliebigen Karte kostenlos frei – mit einer gültigen Ladekarte von Maingau oder EnBW beispielsweise berechnen sie den Ladevorgang ganz normal.
    • An AC-Stationen benötigt man oft ein Typ2-Kabel. Eines zu haben macht immer Sinn. Leider verkaufen viele Autohersteller diese nur zu hörenden Preisen. Bei Amazon wird man aber auch hier recht günstig fündig.
    • Ein Routenplaner wie ABRP ermöglicht es recht einfach eine Strecke zu planen, und entsprechende Ladestationen mit einzuplanen

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