Tesla Wall Connector – Ladeleistung per WLAN steuern

Hier möchte ich einmal zeigen welche Möglichkeiten es gibt, die Ladeleistung des Tesla Wall Connectors von außen regeln. Klar, man kann natürlich am Tesla Model 3 einstellen, wie schnell er laden soll. Doch das war mir nicht genug. Es gibt viele Gründe, hier Möglichkeiten der externen Regelung zu schaffen:

  1. PV-Überschuss-Ladung: Entsprechend der abgegebenen Menge der Solaranlage soll bei mehr Stromerzeugung mehr geladen werden.
  2. Bei „unterdimensionierten“ Hausanschlüssen soll abhängig von der im Haushalt benutzen Leistung die Ladestation auf einen Wert eingeregelt werden
  3. Mehrere Tesla Wall Connector sollen sich die Leistung teilen.

Ich möchte das Gerät bei mir in die Hausautomatisierung einbinden.Meine Hausautomatisierung basiert auf Loxone.

Grundsätzlich ist das, was ich mache aber auch mit Homematic und co möglich.

Ich benutze einen Arduino (Esp8266) und ein Max485 Modul. Die Komponenten sind bei Amazon etwas teurer als bei Einkauf in China, aber bei Amazon eben innerhalb von kurzer Zeit geliefert.

Das MAX485 Modul dient der Kommunikation mit der internen Schnittstelle des Tesla Wall Connectors, die eigentlich für die Lastenverteilung zuständig ist. Die Wallbox wird dazu in den „Slave“-Modus versetzt (Einstellung F) und wartet nun darauf vom „Master“ Anweisungen zur Ladeleistung zu bekommen. Der Master ist normalerweise ein Tesla Wall Connector, den simulieren wir jedoch mit dem Arduino.

Ich habe folgende „Features“ vorgesehen:

  1. Arduino fragt per http-Request an meiner Loxone an, mit welcher Leistung geladen werden soll
  2. Arduino sendet die Spannungen der einzelnen Phasen, und die abgegebene Energie regelmäßig an Loxone per http
  3. Ist der Server nicht erreichbar wird mit 10A geladen

Jetzt mache ich mich daran das Protokoll der Lastverteilung zu nutzen, und meine Wallbox so zu steuern, dass ich die Leistung vorgeben kann, und aber auch Werte wie abgegebene Energie zurückliefern  kann.

Im laufe der Woche werde ich hier die Source und ein paar Bilder einstellen.

Vorgehen:

  1. In Loxone habe ich virtuelle Eingänge und Ausgänge definiert, um die gewünschten Dateien rein und raus zu bekommen. Erstmal nutze ich den Wallbox-Baustein von Loxone, um manuell zu regeln, später werde ich weitere Werte nutzen, um die Ideale Ladeleistung zu berechnen.ladesteuerung
  2. Ich habe einen Arduino-Sketch erstellt, der folgendes macht:
    1. regelmäßig Ladebegrenzung aus Loxone abrufen
    2. Link zum Tesla Wall Connector herstellt und aufrecht erhält
    3. Regelmäßig die Spannungen der Phasen und die abgegebene Leistung abfragt und zurückgibt
  3. Das ganze in den Tesla Wall Connector eingebaut.

 

 

5 Gedanken zu „Tesla Wall Connector – Ladeleistung per WLAN steuern

  1. ebizusr

    Hi, ich sehe mich gerade mit dem selben Thema konfrontiert, hast du eigentlich mal drüber nachgedacht dies mit der Loxone RS485 Extension umzusetzen? Wäre eine sehr saubere Lösung, wenn möglich.

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    1. M@rcusSchumacher.de Autor

      Hi, ja, hatte ich. Aber ich wollte zur Box dann kein Kabel legen, und da hier sekündliche Heartbeats gesendet, empfangen und ausgewertet werden die Loxone nicht damit belasten. Vielleicht schaue ich mir das mal irgendwann noch an. Die Implementierung mit Arduino fand ich einfach am schnellsten 🙂

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      Antwort
      1. ebizusr

        Bin schon gespannt auf deinen Erfahrungsbericht. Bin derzeit noch am Überlegen ob ich mir eine Bastellösung mit Raspi (TWCManager) oder wie du eine Arduino Variante zutraue. Vielleicht wird’s aber auch die Out of the Box Geschichte von Loxone mit der Keba c-Serie, die Tesla WB ist halt schöner und wesentlich Preiswerter.

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      2. M@rcusSchumacher.de Autor

        Den Raspberry finde ich etwas oversized für die triviale Aufgabe mit dem TWC wenige Bytes auszutauschen, und paar bytes mit Loxone. Da kommt man bei den Wemos D1 minis schon sehr billig weg. Bei Kauf in China sind die Teile für weniger als 1$ zu bekommen, und das komplette Projekt mit 10 – 20 Euro locker zu realisieren.

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